#18: die Zugehörigkeit

Liebe Leser und Leserinnen,

heute habe ich mir ein interessantes Video angeschaut.

Als Kind habe ich zwischen Mumbai und Kalkutta gelebt und bin eine multikulturelle Frau. Einerseits bin ich eine Inderin durch Geburt, andererseits genieße ich andere Kulturen. Ich wuchs mit Bollywood-Musik und Kidneybohnen-Reis auf, aber ich mag auch einige englische Musik und vegetarische Pizza. Obwohl Bengalisch meine Muttersprache ist, spreche ich fließendes Hindi und Englisch. Außerdem spreche ich Deutsch.

Es gibt viele andere Sachen, die mich von allen Menschen anders machen. Ich studiere Deutsch und ich möchte mit meinem Mann nach Deutschland fahren. Aber unsere Identität in Indien und im Ausland ist immer eine große Frage: Wie können wir unsere beiden Identitäten in Betracht ziehen? Für mich sind meine indische Küche, traditionelle Kleidung und indische Musik sehr wichtig. Andererseits möchte ich die beruflichen und kulturellen Möglichkeiten Deutschlands genießen, besonders Berlins.

Ich bin zwar eine stolze Inderin, aber ich habe auch Widersprüche mit Deutschland. Ich sorge mich darum, wie ich in einer neuen Stadt meine religiösen Rituale üben kann. Kann ich dort eigene indische Küche kochen, denn sie ist so würzig für die Deutschen? Außerdem werden meine zukünftigen Kinder und ich unsere indischen Namen in Deutschland akzeptieren? Ich habe Angst davon, und ich begeistere mich auch für desselbe Meilenstein.

Liebe Grüße

(Frau) Aadrita Chatterji